Hilfe, alles wird anders? Stimmt das?
Ja und nein. Wir Hauptamtlichen arbeiten jetzt ein wenig anders. Aber vieles bleibt für Sie als Gemeindeglied gleich.
Folgende Fragen hören wir zur Zeit häufiger: An wen wenden wir uns denn demnächst, wenn wir was wissen wollen, einen Seelsorgefall haben oder Fragen? Es wird doch jetzt alles größer und anders? Wer ist denn zuständig?
Als Erstes - was sich nicht ändert: Die PfarrerInnen in ihrer Gemeinde sind weiterhin ihre erste Anlaufstelle. Sie sind da und für Sie erreichbar.
Aber, natürlich hat es ein Aber: Wir arbeiten in unserer Gemeinde, in unserem Seelsorgebezirk und demnächst auch in anderen Arbeitsfeldern in den anderen Gemeinden.
Und wir sind nicht nur Theologen, sondern wir haben im Team unsere Gemeindediakonin, Susanne Svoboda, die sowieso gemeindeübergreifend für alle im Nachbarschaftsraum ihre Projekte anbietet, so die Spaziergehzeit immer dienstags einmal im Monat.
Wir haben im Kollegenteam unsere Arbeitsbereiche neu aufgeteilt. Es muss also nicht mehr jeder alles machen. Da ist dann eine für den Kindergottesdienst und die Teams Ansprechpartnerin, ein anderer für die Erwachsenenarbeit. Wer was macht, das beschreiben wir im nächsten Gemeindebrief ausführlich. Diese Arbeitsweise hat den Vorteil, dass wir tatsächlich mehr anbieten können, da wir mit mehr Menschen aktiv sind.
Was sich allerdings gewaltig ändert ist die Form der Verwaltung in den Gemeinden. Das werden Sie aber in der Gemeindearbeit nur bedingt zu spüren bekommen.
Diese Form haben wir nicht frei erfunden. Die mussten wir aus wenigen von der Kirchenverwaltung uns vorgegebenen Varianten für uns als passend wählen. Und wir müssen ein gemeinsames Büro für die Verwaltung einrichten. Das ist dann in Ehringshausen im ehemaligen Pfarrhaus.
Wir sind zum 1.1.26 eine Gesamtkirchengemeinde mit dem Namen „am Vogelsberger Himmelborn“ Darüber haben wir ja schon berichtet. Das bedeutet, dass wir auch einen gemeinsamen Kirchenvorstand haben. Nein, er ist nicht riesig, denn es kommen nur einige, wenige VertreterInnen in diesen KV. Sie tragen für die Finanzen, die Organisation, die Gebäude usw. die Verantwortung. So wie bisher der KV auch. Er trifft im Austausch mit den Ortsausschüssen die Entscheidungen.
Und was wird aus dem bisherigen KV? Der bleibt als sogenannter Ortsausschuss bestehen. Er ist auch weiterhin zuständig für die Organisation der Gottesdienste, die Inhalte der Veranstaltungen, die besonderen Aktionen in der Gemeinde. Die Mitglieder des Ortsausschusses sind auch weiterhin wie der bisherige KV ihre direkten Ansprechpartner vor Ort. Der Ortsausschuss muss aber nicht die gesamte Verwaltung übernehmen. Das ist für ihn eine Erleichterung.
Warum machen wir das alles?
Teilweise, weil wir es in den Gemeinden machen müssen. Uns werden in Zukunft Gelder und Hauptamtliche fehlen. Wir müssen sehen, wie wir als Christen unser Leben gestalten können und wollen. Aber es lohnt sich. Und wir werden damit nicht aufhören.
Wir machen es eben auch, weil uns die neuen Formen dazu zwingen, unsere Arbeit zu überdenken. Wir können Kirche neu, frisch und lebendig für die Zukunft gestalten. Und das sollten wir auch, denn es lohnt sich. Es lohnt sich mit Menschen über Gottes Angebote für uns zu reden, nachzudenken, zu arbeiten. Auch in den traditionell eingeübten Wegen. Es lohnt sich manches neu zu denken und zu entdecken. Also machen wir uns gemeinsam auf den Weg.