Die Luthergemeinde Gemünden Feldatal ist im Januar 2025 aus ursprünglich vier Kirchengemeinden zu einer fusioniert. Unter diesem gemeinsamen Namen lassen sich die Kirchengemeinden aus Ehringshausen (Gemünden), Ermenrod, Rülfenrod und Zeilbach finden.
Aktuell ist Ihre allgemeine Ansprechperson Pfarrerin Ursula Kadelka.
Simone Harris
Kirche Ehringshausen
Die älteste Kirche im Kirchspiel (mit auffallend hohen Raumproportionen) ist die Michaelis-Kirche in Ehringshausen. Bei der ersten Erwähnung der Herren von Ehringshausen (im Jahre 1199) werden die Pfarrer von Ehringshausen bereits genannt. Die romanischen Fensterluken in der Nordwand des Kirchenschiffs werden ins 12. Jh. datiert. Das romanische Kreuzgratgewölbe auf Birnstabrippen und dreifachen Eckrunddiensten wird dem 2. Viertel des 13. Jh. zugeschrieben.
Manches spricht dafür, dass Mönche, die als erste Christen nach Hessen gekommen waren, den Entschluss zum Kirchenbau gefasst haben, also noch 250 Jahre früher!
Das Altarfenster und das Fenster rechts neben der Orgel (mit jeweils moderner Glasgestaltung aus dem Jahre 1970) und die drei gemauerten Spitzbögen stammen aus der Zeit der Gotik.
Während der Renovierung von 1967-1970 wurden alte Fundamente gefunden, die darauf hinweisen, dass die Kirche eine Kreuzkirche und damals wesentlich größer als heute war und in Zeiten vor der Reformation als Wallfahrtskirche diente!
Die Säulen in der Kirche sind die ältesten Decken tragenden Säulen in einer hessischen Kirche (1514).
Der ehemalige Haupteingang der Kirche (das jetzige Westportal) trägt die Jahreszahl 1524. In dieser Zeit schloss sich die Pfarrei Ehringshausen dem lutherischen Bekenntnis an. Die Querschiffe wurden abgetragen, die Stichbögen zugemauert und die Kanzel (aus der Zeit der Renaissance) mit Truhe aufgestellt.
Im Jahre 1592 wird die Kirche als schadhaft bezeichnet. Dach und Fenster wurden wieder hergestellt. Landgraf Ludwig IV. von Hessen und Marburg schenkte dazu zwei Stämme Eichenbauholz.
In der zweiten Hälfte des 30jährigen Krieges wurde das Gotteshaus schwer mitgenommen. 1645 zerstörten die kaiserlichen Soldaten Knöpfe und Kanten des Glockenturms und der Fenster, danach suchten 1647 die Schweden die Kirche heim und richteten viel Schaden an.
An der alten Pforte im Altarraum kann man (von innen) noch heute den alten Holzbalken sehen, der zur Blockierung vor die Tür geschoben werden kann.
Mit Hilfe von Kollekten wurde in den Jahren 1665 bis 1666 die Kirche wieder hergestellt und erhielt 1675 zum ersten Mal ein Ziegeldach anstelle des bisherigen Strohdaches. In diese Zeit fällt auch die Anschaffung des barocken Abendmahlskelches sowie der Kauf des barocken Altarkruzifixes.
Auf dem steinernen Altar (mit ausgeräumten Reliquiennischen) von 1696 steht heute das alte barocke Kruzifix - eingelassen in ein Kleeblattstandkreuz.
An der Altarwand befinden sich zwei Epitaphe; rechts das Grabmal für Helwig von Ehringshausen, gestorben 1605 und links für Hartmann von Ehringshausen, gestorben 1619. Unterhalb des Chorraumes existieren in einer nicht mehr begehbaren Krypta Grabstätten einiger Herren von Ehringshausen. Der zuletzt beigesetzte war Otto Reinhard von Ehringshausen, verstorben 1653.
Patronatsherren von Ehringshausen sind seit 1662 die Freiherren Schenck zu Schweinsberg.
Auf der linken Seite im Chorraum erahnt man ein altes Marienbild, das bei der Renovierung (1970) freigelegt wurde.
Rechts davon ist ein Tabernakel in die Wand eingelassen, in dem ein altes Abendmahlsgerät aufbewahrt wird.
An einigen Stellen an der Wand sieht man alte Apostelkreuze, teilweise noch mit Russspuren von Kerzen.
Von 1564 bis zum Jahre 2005 hatte die Kirche drei Glocken!
Zwei der vorhandenen (sehr alten) Glocken haben keine Inschrift!
Nachdem die große Glocke im Jahre 1631 vom Turm gefallen war, wurde im Jahre 1702 eine neue Glocke gegossen. Sie trägt die Inschrift: „In Gottes Namen flos ich Dilman Schmid von Aslar gos mich 1702“. Auf der Glocke befindet sich neben der Inschrift auch das Bildnis von Petrus (mit Schlüssel) und Paulus (mit Schwert). Im Jahre 2005 kam eine vierte Glocke (die Friedensglocke) in den Turm der Michaeliskirche. Sie ist die zweit größte Glocke und trägt die Inschrift: "„Gloria in excelsis deo et in terra pax“.
Die einmanualige Orgel mit ihren 10 Registern wurde im Jahre 1841 von der Firma Bernhard aus Romrod eingebaut.
Die schmiedeeisernen Geländer zum Altarraum stellen Weintrauben und Kornähren dar und wurden 1970 von Karl Wolf aus Rülfenrod hergestellt.
Im Hintergrund leuchtet das moderne Chorfenster, eine Arbeit des Marburger Glasmalers E. Jacobi, das das Gleichnis der 10 Jungfrauen und die Auferstehung Jesu darstellt.
Im Chorraum sind die Wappen derer von Schenck zu Schweinsberg und das Ortswappen von Ehringshausen zu sehen.
Wenn man die Michaelis-Kirche durch den heutigen (modernen) Haupteingang betritt, fällt der Blick sofort auf den neuen im Jahre 2002 eingeweihten dreiflügeligen Michaelis-Altar, von dem Ehringshäuser Künstler Horst Beutlberger.
In der Mitte ist der Erzengel Michael dargestellt, der linke Flügel zeigt die Geburt Jesu und der rechte Flügel die Auferstehung Christi. Im unteren Bereich der drei Altarbilder ist die Silhouette von Ehringshausen und Oberndorf zu sehen.
Luzia Scherer
Kirche Ermenrod
Die Evangelische Pfarrkirche zu Ermenrod liegt direkt an der B 49 und zählt zu den schönen denkmalgeschützten Fachwerkkirchen am Lutherweg 1521.
Der recht hohe und im barocken Stil gebaute Haubendachreiter trägt in seinem Glockenstuhl zwei Glocken. Die kleinere Glocke hat die Inschrift: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden“, sie wurde 1921 gegossen und erklingt im Ton fis.
Die zweite und größere Glocke hat die Inschrift: „Heimatglocke verkünde: Frieden, Freud und ewge Ruh + im Gedenken der Gefallenen und Vermißten“, sie wurde 1954 gegossen und ertönt in dis.
Im Dachgiebel über dem Eingangsportal befindet sich eine Uhr.
Aus der Pfarrchronik und Berichten über Ermenrod geht hervor, dass es im Ort bereits zur Einführung der Reformation eine Kapelle gab und schon im Jahre 1586 das evangelische Abendmahl gefeiert wurde. Auf dem Friedhof in Ermenrod wurden Fundamente gefunden, die darauf schließen lassen, dass dort der frühere Standort einer Kirche oder Kapelle gewesen sein könnte. Weiterhin wird berichtet, dass in den Jahren 1699 bis 1705 mitten im Dorf eine Kirche erbaut wurde.
Für diese alte Kirche von Ermenrod wurden recht wertvolle und schöne Ölgemälde hergestellt, die neben Christus die zwölf Apostel darstellen.
Im Jahre 1708 wurde von dem Schreiner Andreas Wahl aus Lauterbach eine prachtvolle Barockkanzel für 24 Gulden geschnitzt.
Schon nach 30 Jahren musste die baufällige Kirche abgerissen und 1735 neu errichtet werden.
Dabei wurden sowohl die dreizehn wertvollen Ölgemälde, wie auch die prächtige Kanzel aus der alten Kirche übernommen und zur sakralen Ausstattung genutzt.
Doch bereits im Jahre 1776 war auch diese Fachwerk-Kirche wieder so baufällig, dass umfangreiche Maßnahmen ergriffen werden mussten, um sie zu erhalten.
Das bereits im Jahr 1351 erwähnte Ermenrod (damals noch „Irmenrade“ genannt) gehörte seiner Zeit zum Archediakonat St. Stephan zu Mainz und bis 1789 zum Kirchspiel Nieder-Gemünden.
1789 wurde Ermenrod zur eigenständigen Pfarrkirche erhoben.
1903 kam zu Ermenrod noch Zeilbach als Filialort dazu; vom Pfarramt Ermenrod wurde außerdem auch noch Schellnhausen mit versorgt.
Im Jahre 1905 wurde das Fachwerk der Kirche von Schiefer, Putz und Schindeln befreit und umfassend renoviert.
Im Frühjahr 1906 wurden zwei Kirchenfenster gestiftet und in den Fenstern über dem Altar eingebaut. Sie zeigten links Mose mit den Gesetzestafeln und rechts den auferstandenen Christus mit der Weltkugel in der Hand.
Im Jahre 1906 wurde auch der Taufteller angeschafft.
Anfang der 60ziger Jahre musste die Ermenröder Kirche erneut renoviert werden, dabei wurden leider der zweite Stock der Empore abgerissen, ein hölzerner Chorbogen, ein großer, prächtiger Messingleuchter und die beiden bunten Kirchenfenster entfernt. Auch die alte
Barockorgel (aus dem Jahre 1887 von dem Orgelbauer Adam Eifert, Stadtilen gebaut) wurde abgerissen und eine moderne Walcker-Orgel angeschafft.
Wer heute die Martin Luther Kirche von Ermenrod betritt, blickt auf den gemauerten und verputzten Altar mit Sandsteinplatte, auf dem das im Jahr 2001 neu angeschaffte Kleeblattkreuz mit einem holzgeschnitzten und z.T. vergoldeten Christus-Corpus aus Süd-Tirol steht.
Aus den Jahren 2001/02 stammen auch die Leuchter, die Paramente und die neo-barocken Brautstühle.
Immer noch beeindruckend ist die in den 60ziger Jahren renovierte, zum Glück erhalten gebliebene Kanzel aus dem Jahr 1708. Neben den geschnitzten Figuren der vier Evangelisten sind Jesus nach seiner Taufe, vier Putten, filigranes Zierwerk und barocke Säulen zu sehen. Unter dem Kanzeldeckel schwebt ein im Jahr 2002 angeschaffter Heiliger Geist (weiße Taube) im vergoldeten Strahlenkranz.
Die Holzbrüstung der Empore ist abwechselnd mit Schriftzügen aus dem Apostolischen Glaubensbekenntnis und den alten Ölgemälden geschmückt.
Auch die Walcker-Orgel auf der Empore über dem Eingangsportal wurde im Jahr 2002 grundsaniert und erhielt ein neues, dem barocken Innenraum der Kirche angepasstes Gehäuse mit zwei musizierenden Engeln. (Register der Orgel: Manual: Prinzipal 4´, Oktave 2`, Terzian 2fach, Scharff 3fach, Gedackt 8`, Rohrflöte 4`, Pedal: Subbass 16` + Coppel).
Dem reformatorischen Programm der Kirche entsprechend wurden 1934 in die Fenster, der von außen verschindelten Westseite, die Köpfe von Calvin und Martin Luther eingesetzt.
Daniel Roth
Kirche Rülfenrod
Bereits zur Einführung der Reformation stand in Rülfenrod eine, dem hl. Martin geweihte, Kapelle.
Doch im Jahre 1696 wurde diese Kapelle wegen Baufälligkeit abgerissen. 50 Jahre lang wurde dann der Gottesdienst in einem Zimmer des „Freiherrlich Schenckischen Hauses“ gehalten.
Erst in den Jahren 1749/50 wurde in Rülfenrod wieder eine Kirche errichtet und am 9. Sonntag nach Trinitatis 1750 eingeweiht.
Diese Filialkirche von Ehringshausen dient auch heute noch als evangelisches Gotteshaus.
Die Rülfenröder Kirche wurde mehrfach renoviert; so auch im Jahre 1806. In diesem Jahr stellte man in der kleinen Kirche erstmals einen Altar auf.
1856 wurde die Kirche innen geweißt und alles Holzwerk mit weißer Ölfarbe angestrichen.
Da in das Innere der kleinen Kirche oft Wasser eindrang und man im Winter auf dem spiegelglatten Eisboden kaum stehen oder gehen konnte, mussten rings um die Kirche „Gruben und Gossen“ gegraben und der Fußboden der Kirche erhöht werden.
Die Orgel wurde 1858 durch Karl Jakob Ziese aus Elbingerode gebaut und 1902 durch die Gebrüder Bernhard aus Gambach erstmals renoviert. Eine umfassende Reinigung und Sanierung des Instrumentes erfolgte 1999. Dabei wurde besonderer Wert auf die Rückführung in den Originalzustand gelegt. Alte Akten gehen davon aus, dass Holzkassetten der Emporen mit Ranken und Engelköpfen verziert waren (aufmerksame Betrachter können die Engelköpfe und Ranken unter der jetzigen Bemalung erkennen). Auch in der Nische gegenüber der Eingangstür war früher ein größeres Gemälde vorhanden, dessen Restaurierung im Jahre 1907 leider nicht finanziert werden konnte.
Die Baupflicht an der aus dem Mittelalter stammenden St. Martins-Kapelle oblag der Familie von Ehringshausen und nach ihrem Aussterben deren Nachfolgern, den Freiherren Schenck zu Schweinsberg, die auch das Patronat für die Kirchen in Ehringshausen und Rülfenrod übernahmen. Diese erbauten (1750) die heutige Kirche. Seit dem Jahr 2002 trägt die Kirche auf Beschluss des Kirchenvorstandes wieder den Namen St. Martinskirche.
Wer den Innenraum der kleinen aber schmucken Kirche betritt ist überrascht von der erstaunlich gut gelungenen Innenausstattung.
Außer den beiden Emporen hinter und neben dem Altar befindet sich über den Bankreihen für die Gemeinde der sogenannte Schenckenstand, welcher der Patronatsfamilie vorbehalten ist.
Daneben befindet sich die einmanualige Orgel mit Pedal aus dem Jahre (1858) mit den Registern Octav 2´, Geigenprinzipal 8´, Gedaktflöte 8´, Salicional 8´, Principal 4´ und Subbass 16´. Die Orgel hat einen klassizistischen Orgelprospekt mit reicher Verzierung.
Beeindruckend für das kleine Kirchlein ist die mit dezenten Schnitzereien und zurückhaltender Bemalung verzierte Kanzel mit Schalldeckel (aus der Erbauungszeit der Kirche).
Der gemauerte Altar wurde im Jahre 2002 liturgisch neu ausgestattet!
Dazu gehört das Kleeblattkreuz mit einem geschnitzten, kolorierten und vergoldeten Christus-Corpus aus Südtirol; zwei Altarleuchter aus Messing und ein dazu passender Osterkerzenständer.
Beachtlich ist die von den Frauen des Frauenkreises Rülfenrod selbst hergestellte Paramentik in den fünf liturgischen Farben für Kanzel und Altar.
Im Turm der kleinen Martinskirche hängen zwei Glocken.
Lothar Schott
Kirche Zeilbach
Die mitten im Dorf – an der Straße gelegene Johannes-Kirche von Zeilbach gehört zu den ältesten erhaltenen Fachwerkkirchen des Kreises! Sie wurde 1668/69 aus Eichenholz gebaut.
Durch die derzeit angebrachten Schindeln, hat sie leider ihren typischen Charakter als Fachwerk-Kirche verloren.
Ein Satteldach trägt einen achteckigen Dachreiter mit zwei Glocken.
Im Giebel, über dem Eingangsportal mit der Inschrift „Zimmermann Weizel Andreas 1668; O, Gott die bese Rott zerstoer und schütz uns bei der reinen Lehr“, befindet sich eine Uhr.
Die Johannes-Kirche gilt als kleine aber sehr reizvolle Kirche.
Im Zentrum steht im Innenraum ein aus Stein gebauter Altar.
Die Heilige Schrift, zwei schlichte Kerzenständer mit je einer Kerze, Blumen und ein im Jahre 2002 neu angefertigtes Kleeblatt-Kruzifix gehören ebenso zur Altarausstattung, wie schlichte moderne Abendmahlsgeräte und die Paramente in den fünf liturgischen Farben.
Beachtlich ist die Taufschale; sie wurde mit aufwendigen Text- und Symbolgravierungen versehen und befindet sich in einem aus Holz gearbeiteten Taufständer.
Neu ist das im Jahre 2003 eingeweihte bunte Kirchenfenster mit indirekter Beleuchtung. Es zeigt die Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer, der der Kirche seinen Namen gegeben hat.
Von besonderem kunstgeschichtlichen Wert ist die im Jahre 1527 errichtete auf einem Kapitell und einer Säule ruhende Kanzel, mit Hermen an den Eckpfosten; sie soll aus einer Kirche stammen, die früher in einem Wiesengrund in Richtung Unter-Seibertenrod stand. Das alte Dorf wurde wegen des 30jährigen Krieges und „Wasserknappheit“ aufgegeben und man zog (mit samt der Kanzel) etwas tiefer – eben auf die Höhe des heutigen Zeilbach (330m über dem Meeresspiegel).
Bemerkenswert sind auch die vier farbigen Stuckmedaillons an der flachen Decke.
Sie zeigen den Pelikan = Symbol für den sich selbst hingebenden Christus; den Phönix = Symbol für die Auferstehung Jesu und Frucht- bzw. Blumenornamente.
Die mächtige bemalte und mit Ringen verzierte Säule in der Mitte der Kirche trägt den Dachreiter mit den Glocken. Die eine Glocke trägt die Inschrift: „Goss mich Rutschbach Anno 1785“; die andere Glocke trägt die Inschrift: „Goss mich Johannes Schirnbein in Marburg Anno 1668; werdet ihr meiner Stimme gehorchen, so werdet ihr das Land ererben“.
In Anlehnung an die mittelalterlichen Chorbögen trennt ein aus Holz gefertigter Bogen optisch den, um eine Stufe erhöhten, Altarraum von der Gemeinde.
Die Weinblatt-Rankornamentik der dreiseitigen Empore wurde erst 1968 wieder freigelegt und soll die ursprüngliche Gestaltung der Emporen-Kassetten wiedergeben.
Der Aufgang zur Kanzel gilt auch als Pfarrstand. Über der Tür ist ein mit zwei Löwen verziertes Schild mit dem Namen „Johann Caspar Weitzel“ und der Jahreszahl 1777 angebracht. Ursprünglich war auf diesem Schild noch zu lesen: Stifter der alten Orgel. Und in der Tat; die alte Orgel wurde im Jahre 1777 in der Kirche eingebaut und erst im Jahre 1899 durch die neue, noch heute benutzte Orgel von Adam Eifert aus Stadtilm / Thüringen ersetzt.
Die gesamte Empore über dem Eingangsportal füllt die mit einem dreiteiligen klassizistischen Prospekt und im Jahre 2002 grundsanierte und neu bemalte Orgel.
Sie hat ein Manual, 1 Vollpedal und 6 Register: Subbas 16´ (Pedal) + Coppel; Fl. dolce 4´; Octave 4´; Gedakt 8´; Flöte 2´ und Prinzipal 8 ´.
Das im 13. Jahrhundert erstmals erwähnte Zeilbach hat eine wechselvolle pfarramtliche Geschichte hinter sich. Immer wieder wechselte die Zugehörigkeit der kleinen Gemeinde. Zeilbach gehörte zu Ober-Ohmen, Burg-Gemünden; seit 1903 zu Ermenrod und seit 1993 zum Kirchspiel Ehringshausen
Helga Schneider